Solarpark Boostedt in die Wege geleitet

Die CDU hat die Zügel in die Hand genommen und die wesentlichen Schritte für den Solarpark Boostedt in die Wege geleitet. Der Solarpark kann den gesamten Jahresverbrauch an Strom Boostedt's (ca. 200%) decken. Die SPD ist mitgegangen. Die UWB konnte sich nicht für den Schritt zur Energiewende entscheiden.

 

NEU: Mit Beginn der Legislaturperiode 2023 bis 2028 soll regelmäßig zu der Arbeit aus den Ausschüssen berichtet werden. Hier ist die kurz gefasste Zusammenfassung aus der Sitzung des Bau- und Konversionsausschusses vom 28. August 2023.

 

Bericht im Hosteinischen Courier Donnerstag 31. August 2023
Alexandra Bury

77 Hektar für Solarpark in Boostedt

Gemeinde hat sich autarke Stromversorgung zum Ziel gemacht

Eine autarke Stromversorgung peilt die Gemeinde Boostedt langfristig an. Um diese auch klimaneutral und unter Vermeidung vom Treibhausgas Kohlenstoffdioxid zu erreichen, hat der Bauausschuss jetzt zugestimmt, eine 77 Hektar große Fläche für den Bau einer Photovoltaikanlage freizugeben. Die Fläche ist in Privatbesitz.

Erhebliche Ersparnis an Kohlenstoffdioxid

Die Hamburger Firma Viva Terra Energy hat mit dem Boostedter Landeigentümer einen Pachtvertrag geschlossen und den Antrag auf einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan sowie für eine Änderung der Nutzungsfläche gestellt. Zurzeit wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Sie soll jetzt als Sondergebiet für eine PV-Freiflächenanlage geändert werden. Laut aktuellem Stand ist eine 65 Megawatt-Anlage geplant, die im Jahr 1,04 Megawattstunden Strom pro Hektar liefern kann. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von 16900 Vier-Personen-Haushalten, wobei die jährliche Einsparung von CO2 bei 48000 Tonnen liegt. Die Gebiete sind unzusammenhängend und liegen westlich und südlich der AKN-Linie. Der Zersplitterung soll den vorhandenen Wildwechselkorridor schützen.

Bis zum Baubeginn kann es aber noch dauern. Das Bauamt Boostedt teilt mit, dass die Bauleitplanung etwa zwei Jahre Zeit andauern wird. In ihrem 2022 verabschiedeten Standortrahmenkonzept hat die Gemeinde festgelegt, dass maximal fünf Prozent der Fläche des Gemeindegebiets mit PV-Anlagen bestückt werden dürfen. Die ausgewiesenen Flächen liegen rund 500 Meter rechts- und linksseitig der AKN-Bahnlinie im Südwesten. Die nun ausgewiesenen Flächen, die die Firma Viva Terra Energy projektiert, liegen aber noch deutlich unter den erlaubten fünf Prozent. Im Standortrahmenkonzept ist auf Bewaldung und Besiedlung Rücksicht genommen worden.

Neben dem nun angeschobenen Projekt möchte auch die Gemeinde Boostedt auf einer Fläche Solarenergie erwirtschaften, und auch die Boostedter Geschwister Tim und Fehmke Böckenhauer planen eine rund 2,9 Hektar große PV-Freiflächenanlage auf ihrem Grundbesitz entlang der Bahnlinie. Weil die Gemeinde das Gebiet überplant, obliegt ihr die Planungshoheit.