Gemeindevertreter Martin Zimmer zeigte sich erfreut über die Neuanschaffung: „Ich war heute zufällig auf dem Bauhof, als das Notstromaggregat auf den Hof gefahren ist. Mit seinen 60 kW Leistung kann man schon einiges bewegen. Da können unsere Bürger in diesen verrückten Krisenzeiten wieder ein Stück ruhiger schlafen.“
Das Aggregat wurde speziell angeschafft, um im Ernstfall die Pumpenstationen in den tiefer gelegenen Gebieten der Gemeinde mit Strom zu versorgen. Hintergrund ist die Sorge, dass es bei einem längeren Stromausfall – etwa infolge eines Cyberangriffs oder anderer Krisenszenarien – zu Ausfällen in der Abwasserentsorgung kommen könnte. Ohne funktionierende Pumpen droht in solchen Fällen, dass Keller in den betroffenen Ortsteilen überflutet werden.
Im Einsatzfall ist vorgesehen, dass die Mitarbeiter des Bauhofs das mobile Aggregat flexibel von Pumpenstation zu Pumpenstation transportieren, um die Stromversorgung jeweils temporär sicherzustellen und so größere Schäden zu verhindern.
Das gemeindeeigene Wasserwerk sowie das Klärwerk sind bereits mit fest installierten Notstromaggregaten ausgestattet. Die Entscheidung für die zusätzliche mobile Lösung wurde im Werk- und Umweltausschuss intensiv diskutiert, letztlich jedoch von allen Fraktionen gemeinsam getragen.
Die Anschaffung gilt als weiteres Beispiel für den Zusammenhalt in der Gemeinde Boostedt und das gemeinsame Bestreben, die Infrastruktur auch in Krisenzeiten verlässlich abzusichern.