Keine Kartbahn in Boostedt

Racehall begründet den Schritt mit dem veränderten Investitionsumfeld. Nach Angaben von CEO Flemming Grene Thomsen erfüllt das Vorhaben die Investitionskriterien des Unternehmens nicht mehr. Auch in anderen Teilen Deutschlands will Racehall vorerst keine Anlage bauen.

Wir als CDU-Fraktion bedauern diese Entscheidung sehr. Wir haben das Projekt von Anfang an unterstützt, weil wir darin eine Chance für Boostedt gesehen haben. Geplant war Deutschlands größte Indoor-Kartbahn auf rund 12.000 Quadratmetern, dazu ein Steakhouse und ein Konferenzbereich. Ein Freizeitangebot also, das weit über Schleswig-Holstein hinaus bekannt geworden wäre, mit Arbeitsplätzen im Ort und Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde.

Die Einnahmen fehlen auch der Stadt Neumünster. Im Oktober 2024 hatten Boostedt und Neumünster vereinbart, die Netto-Gewerbesteuer im Verhältnis 60 zu 40 zu teilen. Neumünsters Erster Stadtrat Michael Knapp erklärte, die Stadt bedaure die Entscheidung außerordentlich, wegen der erhofften Einnahmen und wegen der positiven Effekte einer großen Freizeiteinrichtung mit überregionaler Anziehungskraft. Diese Einschätzung teilen wir.

Racehall hat sich in seinem Schreiben ausdrücklich bei allen Beteiligten bedankt. Diesen Dank möchten auch wir an die Verwaltung sowie an alle weitergeben, die das Verfahren in den Ausschüssen und in der Gemeindevertretung über mehr als zwei Jahre begleitet haben.

Das Gelände an der Neumünsterstraße ist hervorragend angebunden und bleibt ein attraktiver Standort für neue Investitionen. Dafür setzen wir uns weiterhin ein.

Die Fraktion der CDU Boostedt