Gerrit Jacob ist neuer Vorsitzender der CDU Boostedt

Die CDU Boostedt hat einen neuen Vorsitzenden: Auf ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwoch, 28. Oktober 2026, wählten die stimmberechtigten Mitglieder Gerrit Jacob einstimmig an die Spitze des Ortsverbandes.

Insgesamt nahmen 33 stimmberechtigte Mitglieder an der Versammlung im Schützenheim der Boostedter Schützengilde e. V. teil. Die Wahlleitung übernahm die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein.

Zu Beginn der Versammlung gedachte der bisherige Ortsvorsitzende Jürgen Dethlefsen der fünf im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder und Wegbegleiter. Die Anwesenden ehrten sie mit einer gemeinsamen Schweigeminute.

Ehrungen und Dank für langjähriges Engagement

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für zehn Jahre CDU-Mitgliedschaft wurde Henrike Hoekstra-Wildelau ausgezeichnet. Petra Eichert-Ramonat und Horst Ramonat erhielten Ehrungen für jeweils 25 Jahre, Melita Dethlefsen wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft und für ihre 20-jährige Tätigkeit als Schatzmeisterin gewürdigt. Dirk-Otto Riepen für 40 Jahre und Martin Albrecht für 50 Jahre Mitgliedschaft. 

Besonderer Dank galt Gerd Enninga, der seine Aufgaben als Mitgliederbeauftragter nach vier Jahren und als Internetbeauftragter nach neun Jahren abgibt. Auch bei der Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein und dem Landtagsabgeordneten Hauke Hansen bedankte sich der Ortsverband für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Beide Abgeordneten richteten ihrerseits Dankesworte an den scheidenden Vorsitzenden und überreichten ihm Präsente.

Zum Abschluss der Würdigungen hob Jürgen Dethlefsen die gastronomische Unterstützung von Angelika Becker hervor, die mit ihrem Engagement zahlreiche Veranstaltungen des Ortsverbandes bereichert hat.

Bericht des Vorsitzenden

In seinem Rechenschaftsbericht zog Jürgen Dethlefsen Bilanz seiner Arbeit und blickte auf die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Nach insgesamt 14 Jahren in drei Amtszeiten an der Spitze des Ortsverbandes verwies er insbesondere auf die zahlreichen Veranstaltungen, die das politische und gesellschaftliche Leben in Boostedt mitprägen.

Zum Jahresprogramm gehörten unter anderem acht Punschbudentermine, der Neujahrsempfang, das Osterfeuer mit Stockbrotbacken, der Maibockfrühschoppen, die Dorfrallye und das traditionelle Matjesessen. Auch die Teilnahme am Dorffest sowie das neu eingeführte Gesprächsformat „Dein Dorf. Deine Meinung. Dein Bier“ fanden Erwähnung.

Neben der positiven Bilanz der örtlichen Arbeit setzte sich Dethlefsen auch kritisch mit der aktuellen Situation der CDU auf Bundesebene auseinander. Seine Einschätzungen dazu hatte er bereits zuvor in einem Schreiben an Sandra Carstensen und Melanie Bernstein dargelegt.

Neuer Vorstand einstimmig gewählt

Bei den anschließenden Vorstandswahlen sprachen die Mitglieder sämtlichen Kandidatinnen und Kandidaten einstimmig ihr Vertrauen aus.

Zur stellvertretenden Ortsvorsitzenden wurde Frederike Schildt gewählt. Melita Dethlefsen bleibt Schatzmeisterin, während Tim Böckenhauer künftig das Amt des Mitgliederbeauftragten übernimmt. Sara Hübner führt ihre Arbeit als Schriftführerin fort. Neu im Vorstand ist Detlef Emmerlich, der als Beisitzer gewählt wurde. Ben Hübner übernimmt das Amt des Kassenprüfers.

Das geschlossene Wahlergebnis unterstreicht den Rückhalt für die neue Vorstandsmannschaft und schafft eine gute Grundlage für die gemeinsame politische Arbeit.

„Nah dran am Bürger“ als Leitmotiv

Der neue Ortsvorsitzende Gerrit Jacob bedankte sich im Namen des gesamten Vorstandes für das entgegengebrachte Vertrauen. In seiner Rede stellte er das Motto „Nah dran am Bürger“ in den Mittelpunkt und formulierte damit zugleich den Anspruch für die künftige Arbeit des Ortsverbandes.

Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 und die Kommunalwahl 2028 soll die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern eine zentrale Rolle spielen. Der neue Vorstand will damit an die erfolgreiche Arbeit vor Ort anknüpfen und zugleich eigene Akzente für die kommenden politischen Herausforderungen setzen.

 

Bilder von der Hauptversammlung gibt es in der Fotogalerie.

 

 

Aus dem Bericht des bisherigen Ortsvorsitzenden Jürgen Dethlefsen

Auf Wunsch unserer Mitglieder veröffentlichen wir nachfolgend die Rede, die Jürgen Dethlefsen auf der Jahreshauptversammlung am 28. Oktober 2026 gehalten hat.

 

Sicher haben wir eine Weltlage, die in dieser Brisanz einmalig ist.

Kriege in der Ukraine, kriegerische Konflikte im Nahen Osten mit Israel, Gaza, Libanon und Iran.

Wir haben durch Angela Merkels Politikstil 15 Jahre lang die ruhige Hand in Deutschland aufgelegt bekommen.

Es waren auch CDU-geführte Regierungen, die die Wehrpflicht aussetzten, unseren Atomausstieg letztlich entschieden und die „Willkommenskultur“ verkündeten.

Die dann folgende Ampelregierung agierte in Streitereien, ohne unser Land fortzuentwickeln, um den rasanten wirtschaftlichen, technologischen und politischen Entwicklungen weltweit zu folgen und dafür zwingend notwendige Entscheidungen zu treffen.

Dann trat die neue, jetzige Bundesregierung mit großen Ankündigungen von Bundeskanzler Friedrich Merz an. Ich muss Ihnen sagen: Ich bin maßlos enttäuscht von seiner Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit, geradezu entsetzt über seine Führungsschwäche und über manche seiner Personalentscheidungen. All das führt natürlich zu Autoritätsverlust beim Koalitionspartner SPD, aber sicher nicht nur dort, wenn man sich nur an die drei ostdeutschen Ministerpräsidenten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erinnert, mit ihrer offenen Ablehnung gegenüber der Renten- und Pflegereform.

Aber auch Verhandlungen, in denen die CDU gegenüber der SPD in Vorleistung gegangen ist – warum überhaupt? –, wurden seitens der SPD nicht mit der vereinbarten Gegenleistung erfüllt. Auch mühsam getroffene Kompromisse werden anschließend vom kleinen Koalitionspartner SPD infrage gestellt.

So kann sich eine Bärbel Bas als Arbeitsministerin hinstellen und die Leere der Rentenkasse als „Bullshit“ bezeichnen.

Sachliche Kritik seitens der CDU an der Verschleppung inhaltlich vereinbarter Gesetzentwürfe, die im Bundestag verabschiedet werden sollten, wurde von Frau Bas als ein Grund für ihren Rücktritt angegeben.

Darauf erdreistete sich die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, der CDU unmenschliches Verhalten gegenüber Frau Bas zu unterstellen.

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Bezahlbare Energie, weniger Regulierung, Investitionen in Infrastruktur und technologischer Fortschritt ohne Einschränkungen (!) sind dringende Themen, die nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben dürfen, sondern ein schnelles Handeln bei der Umsetzung verlangen.

Gesundheitsreform, Sozialabbau und Rentenreform benötigen jetzt eine Verabschiedung im Bundestag, und zwar so, wie es von den eingesetzten Kommissionen ausgehandelt und von der Regierung angenommen wurde.

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Festzustellen ist aber auch, dass wir gesellschaftliche Veränderungen mit gravierenden Auswirkungen erleben, die den fleißigen und eigenverantwortlich lebenden Bürger mit immer höheren Steuern belasten und finanzielle Mittel in Sozialleistungen stecken, die teilweise in Höhe und Umfang für viele Bürger nicht mehr nachvollziehbar sind und nicht als gerecht empfunden werden. Zudem setzen sie Fehlanreize für die Einwanderung in unsere Sozialsysteme.

Vor Kurzem hörte ich im Radio in einem Interview einen jungen deutschen Fahrschüler sagen. Ich zitiere: „Der Führerschein ist sehr teuer geworden und ich finde, der Staat sollte mir da entgegenkommen.“ Zitat Ende.

Auf der anderen Seite erleben wir Demos von Schülern gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht, wobei ein alternativer Sozialdienst ja auch möglich wäre.

Von unserer Gesellschaft, von uns allen, alles Mögliche erwarten und fordern, aber nicht willens und bereit sein, ihr etwas zurückzugeben und sich damit persönlich für den Erhalt unserer demokratischen Freiheit einzusetzen – in welcher Form auch immer!

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Wir hatten zuletzt Landtagswahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Es ist schon bemerkenswert, wie in einer Entfernung von 130 km zwischen Berlin und Sachsen-Anhalt extrem, ganz links und ganz rechts, gewählt wurde. Ballungsgebiet gegen ländlichen Raum.

Es gab nach der Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt unter angeblicher, nicht bewiesener Unterstützung von CDU-Abgeordneten landauf, landab Proteste gegen die CDU.

Ich frage mich: Wo sind, wo bleiben die Demos und Proteste gegen LINKS? Eine Linke, die in die politischen Fußstapfen der PDS getreten ist, der Nachfolgeorganisation der SED; eine Linke, die Verbündete im muslimisch-radikalisierten, antisemitischen Milieu hat, das seinen Judenhass offen demonstriert, und die Kontakte bis hinein in die Clanwirtschaft und in das Umfeld der Hamas in Berlin hat. Eine Partei Die Linke, die in Berlin große Immobilienunternehmen enteignen will, die Veränderungen bei Polizei und Sicherheitsbehörden durchsetzen will, die jeden wählen lassen will, der fünf Jahre in Deutschland lebt, egal, ob eingebürgert, geduldet oder abgelehnt, und vieles andere mehr verändern will.

Wo bleiben die Proteste der bürgerlichen Gesellschaft gegen diese LINKE?

Ich darf erinnern: Was gab es auf der anderen Seite wochenlang für Proteste, ja geradezu eine Hysterie, auch durch die Medien befeuert, als ein paar betrunkene Popper auf Sylt ein Lied grölten oder als die CDU, noch in der Opposition befindlich, einmal eine Abstimmung mit der AfD für sich entschied.

Wenn wir jetzt erleben, dass in einer bundesweiten Aktion der Linksextremen Pferdemist vor CDU-Büros gekippt wird als Zeichen gegen die menschenverachtende Politik nicht nur der AfD, sondern ausdrücklich auch der CDU, so macht das deutlich, dass wir uns durch extreme Parteien und deren Wählerzustimmung, LINKS wie RECHTS, mittlerweile in einer Akzeptanzkrise der Demokratie in Deutschland befinden.

Es bilden sich für jeden erkennbar zwei Blöcke heraus: ein links- bis linksradikaler und ein nationalistischer Block.

Der CDU droht es, zwischen diesen Blöcken zerdrückt zu werden.

Aber bei diesem strategischen Spiel sind auch Teilnehmer aus anderen Parteien dabei, wie zuletzt die Jugendorganisation der Grünen auf ihrem Bundesparteitag gezeigt hat, die die CDU offen als Nazi-Partei bezeichnet und uns damit größtmöglich diskreditiert.

Eine Grundsatzstrategie, um die CDU für alle Zeit zu entmachten, ja, zu zerstören!

Der CDU muss es deshalb jetzt gelingen, dringend notwendige Entscheidungen endlich durchzusetzen und deren Folgen von Einsparungen gerecht zu verteilen. Wenn es nicht gelingen sollte, bis zur nächsten Bundestagswahl eine große Akzeptanz beim Wähler zurückzugewinnen, werden wir sehr bald in einem anderen Deutschland aufwachen und leben müssen.

Johannes Winkel, Bundesvorsitzender der JU, MdB und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sagte – Zitat: „Parteien, die sich nicht verändern, sterben ganz einfach.“ Zitat Ende.

Aber Parteien sterben nicht nur an fehlender Veränderung, sondern auch am Verlust der Bodenhaftung ihrer Vertreter.

Wer jedoch den Kontakt zu den Menschen und die Glaubwürdigkeit verliert, verliert letztendlich auch die Macht.

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Wir im CDU-Ortsverband Boostedt tun alles, um den Kontakt zu unseren Boostedter Bürgern zu bekommen und bei unseren Parteimitgliedern zu erhalten und weiter zu intensivieren. Darüber hinaus sind wir willens, zum Wohle Boostedts mit vollem Einsatz kluge, verantwortungsvolle und weitsichtige Entscheidungen durch unsere Fraktion im Gemeinderat zu treffen.

So erfolgreich diese, unsere Arbeit auch sein mag: Bei einer Regierungs-CDU, so wie sie derzeit agiert und insbesondere beim Wähler ankommt, kämpfen wir für den Erfolg der Partei, für unsere CDU, gegen Windmühlen an.