Konkrete Angaben zum Zeitpunkt der Stationierung, zur Einheit und zur Zahl der Soldaten will Verteidigungsminister Boris Pistorius spätestens in zwei Wochen bekanntgeben. Das sagte Wadephul im Anschluss an seine Rede, als er zusammen mit Bürgermeister Hartmut König über das Dorffest ging.
Was Wadephul gesagt hat
„Es ist wichtig, dass wir die Bundeswehr als Landes- und Bündnisverteidigung haben. Dafür brauchen wir Ausrüstung und natürlich Standorte", sagte der Minister vor den Delegierten. Mit Blick auf unseren Ort fügte er an: „In Boostedt haben sich die Soldaten immer wohlgefühlt."
Wadephul sprach sich außerdem für eine Wehrpflicht aus, die jungen Männern und jungen Frauen dasselbe abverlangt. In der Landespolitik stellte er sich hinter Daniel Günther, der auch nach der Landtagswahl 2027 Ministerpräsident bleiben soll. In der Migrationspolitik stützte er den Kurs von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und sagte zugleich, dass Deutschland auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen ist.
Was auf dem Parteitag sonst passiert ist
Der Kreisverband hat 1.609 Mitglieder und darf 25 Delegierte zur Landesvertreterversammlung am 14. November 2026 entsenden. Die wurden am Samstag gewählt. Daneben ging es um die Vorbereitung der Landtagswahl 2027, um Mitgliederarbeit und um die Gründung einer Schüler Union im Kreis. Geleitet wurde der Parteitag von Kreisvorsitzendem Ole-Christopher Plambeck, moderiert von der Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein.
Eine Personalie mit Boostedter Bezug: Gerrit Jacob, unser stellvertretender Ortsvorsitzender, ist neuer Mitgliederbeauftragter des Kreisverbandes und folgt damit auf Patrick Seidel.
Einordnung
Dass die Kaserne reaktiviert wird, zeichnet sich seit unserem Neujahrsempfang im Januar 2025 ab. Damals hatte Wadephul die Rückkehr in Aussicht gestellt, war aber noch kein Minister. Neu ist jetzt die Verbindlichkeit.
Die Zahlen, auf die es für die Gemeinde ankommt, fehlen allerdings weiter: wie viele Soldaten, ab wann, welche Einheit. Davon hängt ab, was Boostedt vorbereiten muss. Wohnraum, Kita- und Schulplätze, Verkehr auf der Zufahrt, das sind keine Kleinigkeiten und keine Sachen, die man in drei Monaten regelt. Wir nutzen die zwei Wochen bis zur Ankündigung aus dem Verteidigungsministerium, um unsere Fragen zu sortieren, und bringen sie danach in die Ausschüsse ein.
Ihre CDU Boostedt