Ausgediente Schul-iPads: Eine Chance für Boostedt bleibt ungenutzt

In der jüngsten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses ging es erneut um die iPads unserer Schule. Konkret um die Frage: Was passiert mit den Geräten, wenn sie nach fünf Jahren Nutzungsdauer ausgetauscht werden?

Der Ausschuss hat mehrheitlich beschlossen, die alten Geräte den Schülerinnen und Schülern zu schenken. Wir als CDU haben dagegen gestimmt. Nicht, weil wir den Kindern nichts gönnen, sondern weil wir eine bessere Verwendung vorgeschlagen haben.

Unser Vorschlag: Die Geräte im Ort halten

Die iPads wurden mit öffentlichen Mitteln angeschafft. Ein fünf Jahre altes iPad ist kein Schrott. Es reicht locker für E-Mails, Videotelefonate mit den Enkeln, Online-Banking oder die Fahrplanauskunft. Genau dafür könnten die Geräte in Boostedt weiter Gutes tun: bei Einrichtungen und Gruppen im Ort, etwa in der Seniorenarbeit oder bei Vereinen, die sie sinnvoll einsetzen können.

Viele ältere Menschen in Boostedt haben kein eigenes Tablet und scheuen die Anschaffung. Gleichzeitig verlagert sich immer mehr ins Digitale: Arzttermine, Behördengänge, Bankgeschäfte. Ausgediente Schulgeräte wären ein einfacher, kostenloser Einstieg gewesen, um mehr Menschen im Ort digital mitzunehmen.

Was uns an der Entscheidung stört

UWB und SPD haben unseren Vorschlag abgelehnt. Das ist ihr gutes Recht, so funktioniert Demokratie. Enttäuscht hat uns aber, wie schnell der Gedanke vom Tisch gewischt wurde, ohne ernsthafte Prüfung, ohne Nachfrage bei möglichen Empfängern im Ort. Gerade von der UWB, die sich nach eigenem Anspruch besonders für die Seniorinnen und Senioren in Boostedt einsetzt, hätten wir uns hier mehr Offenheit gewünscht.

Ein Geschenk an die Schülerinnen und Schüler klingt sympathisch. In vielen Haushalten kommt das Gerät aber zu Handy, Konsole und Familientablet einfach dazu. Der Nutzen für die Gemeinschaft: null. Mit unserem Vorschlag hätten dieselben Geräte noch Jahre für Boostedt gearbeitet.

Wie es weitergeht

Der Beschluss ist gefallen, wir akzeptieren ihn. Aber das Thema kommt wieder: Spätestens beim nächsten Austauschzyklus stellt sich dieselbe Frage erneut. Wir werden unseren Vorschlag dann wieder einbringen und bis dahin das Gespräch mit den Einrichtungen im Ort suchen, damit beim nächsten Mal konkrete Interessenten auf dem Tisch liegen.

Ihre CDU Boostedt