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Daniel Günther kommt zum Neujahrsempfang nach Boostedt

Am Sonntag, den 13. Januar 2019 erwartet der Boostedter CDU Ortsverband den Bundesratspräsidenten und Ministerpräsidenten des Bundeslandes Schleswig-Holstein, Daniel Günther als Gastredner. Herr Günther ist seit 2009 Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages und führt seit dem 28.06.2017 die erste sogenannte „Jamaika-Regierung“ in Schleswig-Holstein.

Der Empfang beginnt um 11:00 Uhr. Eine rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen, da das Platzangebot im Hof Lübbe begrenzt ist. Interessierte melden sich bitte an bei Herrn Kay Bartling unter Tel. 04321-26110 oder per Mail an K.Bartling@CDU-Boostedt.de

Foto: Sönke Ehlers

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Die Punschbude ist wieder geöffnet

Am Freitag, den 02.11.2018 öffnet auf dem Vorplatz des Hofs Lübbe wieder die CDU-Punschbude in der Zeit von 16 bis 18 Uhr. Hier können die Besucher in der vorweihnachtlichen Zeit in geselliger Runde mit den Bürgern Boostedts einen Klönschnack halten. Die Punschbude wird jeweils freitags bis zum 1. Februar geöffnet sein. Als Punschpaten, die für den Getränkeausschank verantwortlich sind, haben sich bereits die Ortsgruppe Boostedt des Sozialverbandes am 23. November, der Reit- und Fahrverein Boostedt am 30. November, der Tennisclub am 21. Dezember und die Schützengilde zusammen mit der Liedertafel für den „letzten Schuss“ am 1. Februar zur Verfügung gestellt. Und mit weiteren Punschpaten ist noch zu rechnen.

In der Saison 2017/18 übernahmen insgesamt zehn Vereine oder Institutionen aus Boostedt den Ausschank von 360 Litern Glühwein und 190 Litern Fruchtsaftgetränken. Dieser gemeinsame Einsatz aller hat sich gelohnt und so konnte aus dem Erlös der Aktion 2.400 Euro der Jugendarbeit in Boostedt zugeführt werden.

Im Rahmen des Maibockfrühschoppens am 1. Mai 2018 erhielten jeweils 300 Euro zur Förderung ihrer Jugendarbeit die Jugendfeuerwehr, der Reit- und Fahrverein, der Angelverein, die Pfadfinder, der SV Boostedt für die offene Jugendarbeit, der Tennisclub, der Schulförderverein sowie die Schützengilde. Die Abordnung des Reit- und Fahrvereins erschien sogar hoch zu Pferd, um sich ihren Scheck abzuholen.

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Kay Bartling ist neuer Vorsitzender

Kay Bartling übernimmt den Ortsvorsitz von Jürgen Dethlefsen (re.)

Auf der CDU-Jahreshauptversammlung am 30.10.2018 wurde Kay Bartling in seinem Amt als Ortsvorsitzender von den 38 Anwesenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Jürgen Dethlefsen an, der sich nach 5 Jahren nicht mehr um das Amt beworben hat. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung Björn Zierow.

Bei den weiteren Wahlen wurden Detlef Emmerlich, Gerd Enninga, Markus Friehe und Udo Müller als Beisitzer gewählt. Angelika Neitzel führt weiterhin das Protokoll, und die Kasse bleibt in den Händen von Melita Dethlefsen. Als Kassenprüfer für die nächsten zwei Jahre wurde Kolja Diekneite bestimmt. Die 2 tägige Berlinreise, gestiftet von Melanie Bernstein, MdB, gewann Renate Mickeleit.

v.l. Melanie Bernstein, Wolf Rüdiger Fehrs, Björn Zierow und Kay Bartling

Nach den Wahlen bedankte sich Melanie Bernstein, MdB bei Jürgen Dethlefsen für die Unterstützung, für die guten Ratschläge und Tipps sowie für die angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit. Anschließend berichtete sie über ihre Arbeit aus dem Bundestag.

Landtagsabgeordneter Wolf Rüdiger Fehrs berichtete aus seiner Arbeit in den zahlreichen Ausschüssen des Kieler Landtages.

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Christian Longardt zu Boostedt

Bericht in der KN vom 08.08.2018
KN-Chefredakteur Christian Longardt äußert sich im Leitartikel zur Situation in Boostedt.
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Ein humaner Umgang mit Flüchtlingen war in den vergangenen drei Jahren breit getragener politischer Konsens in Schleswig-Holstein. Das kleine Boostedt hat in dieser Hinsicht Vorbildliches geleistet. Umso schwerer wiegt das, was er unserer Redaktion jetzt offenbart hat.

Die Bürger haben die Arme weit ausgebreitet, als es galt, Hunderte Zuwanderer aufzunehmen, sie ehrenamtlich zu betreuen, ihnen bei den ersten Schritten in der neuen Umgebung weiterzuhelfen. Boostedt hat im christlichen Sinne Barmherzigkeit gezeigt, sein Bürgermeister Hartmut König stand und steht an exponierter Stelle für diese menschliche Haltung. Umso schwerer wiegt das, was er unserer Redaktion jetzt offenbart hat.

So offen, so ehrlich und, ja, so mutig hat wohl noch kein Bürgermeister in Deutschland die realen Probleme mit Zuwanderern in seinem Ort beim Namen genannt. Wir haben uns dazu entschieden, seine Schilderungen im Wortlaut zu dokumentieren – auch weil auf diese Weise der moralische Zwiespalt deutlich wird, der den Christdemokraten quält.

Klima hat sich verändert

Diesen Zwiespalt erleben nach drei Jahren intensiver Flüchtlingsdebatte doch auch viele andere, selbst wenn sie viel weiter vom Asylthema entfernt sind als der Bürgermeister einer Kommune mit zentraler Asylunterkunft. Straftaten von Migranten, die längst hätten abgeschoben werden sollen, haben das Klima in der Republik nachhaltig verändert, der Terroranschlag von Berlin war ebenso eine Zäsur wie der Fall der ermordeten Susanna in Mainz und die Affäre um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

In Boostedt geht es nicht um Terror, nicht um schwere Kriminalität. Hartmut König beschreibt einen schleichenden Prozess, der die Stimmung in seinem Dorf der Flüchtlingsfreunde Stück für Stück zum Kippen bringt. Selbst die Willkommensinitiative hat schon die Segel gestrichen. In Boostedt geht es um mangelnden Respekt, um Grenzüberschreitungen und das wachsende Gefühl, das einem Teil der Migranten nicht mehr zu helfen ist, weil sie keine Hilfe wollen.

Für die Integration verloren

Die grundlegende Frage, die weit über Boostedt hinausreicht: Was macht unsere Gesellschaft mit Migranten, die hier im Lande sind und absehbar noch bleiben, aber für Integrationsbemühungen der Mehrheitsgesellschaft nicht erreichbar sind? Hunderte vorwiegend junge Zuwanderer auf engem Raum, die aus verschiedenen Gründen nicht außer Landes gebracht werden können und für die Integration verloren sind: Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Und es geht in der Landesunterkunft offenbar auch nicht gut. Das auszusprechen, ist Königs Verdienst. Teile der Öffentlichkeit werden ihn dafür heute als Rassisten beschimpfen, was ebenso erwartbar wie ungerecht ist.

Daniel Günther hat dieser Tage gefordert, die Politik solle dem Flüchtlingsthema weniger Aufmerksamkeit schenken. Manchem Boostedter muss das wie Hohn geklungen haben. Die Gemeinde, die solidarisch viele Lasten getragen hat und nun sichtlich überfordert ist, braucht die Solidarität der verantwortlichen Politiker. Weggucken löst keine Probleme.

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„Die Stimmung in Boostedt kippt“

Bericht in der KN vom 08.08.2018
von Bastian Modrow
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Der Bürgermeister von Boostedt, Hartmut König (CDU), spricht über wachsende Probleme im Zusammenhang mit der Landesunterkunft für Flüchtlinge: „Unsere Gemeinde wird mit einer Klientel von Flüchtlingen belastet, mit der sich ein großer Teil der Bevölkerung nicht mehr identifizieren kann.“

Gegenüber KN-online klagt König über Krawall, rüpelhaftes Benehmen und Respektlosigkeit. Hauptgrund für die Entwicklung sei, dass es sich bei den rund 800 Bewohnern der Landesunterkunft (LUK) vorwiegend um junge Männer ohne Bleibeperspektive handele.

Auf dem Gelände der ehemaligen Rantzau-Kaserne leben derzeit rund 1200 Migranten, davon warten etwa 400 in der Erstaufnahme auf den Ausgang ihres Asylverfahrens. „Jeder, der Bleiberecht hat, wird relativ schnell weiterverteilt in andere Kommunen“, sagte König. In der Unterkunft seien somit überwiegend Flüchtlinge, die vor der Ausweisung oder Rückführung stehen. Diese hätten „keine Chance“ und würden in Boostedt „ihre Zeit absitzen“. „Auch wenn das Land es abstreitet: Ich habe das Gefühl, dass wir hier ein Ankerzentrum sind. Ein Ankerzentrum von hinten herum“, sagte König mit Blick auf die Pläne von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), in den Bundesländern Zentren zu schaffen, um Abschiebungen zu beschleunigen. Schleswig-Holstein lehnt dies bisher ab.

Bürgermeister spricht von einer schwierigen Klientel

Die Boostedter hätten anfangs große Hilfsbereitschaft gezeigt, viele hätten sich ehrenamtlich für die Zuwanderer engagiert, sagte König. Das habe sich nun geändert. „Das Ehrenamt ist zusammengebrochen.“ Das Engagement werde „von den Flüchtlingen nicht gewürdigt“, so König. Die schwierige Klientel der LUK beschreibt er so: „Sie dürfen nicht arbeiten, wollen keinen Kontakt zur Bevölkerung, haben kein Interesse an Sprachunterricht und fallen in der Unterkunft durch Alkohol und Krawall auf.“ Die Polizei hat ihre Kräfte in der Asyl-Unterkunft auf 23 Beamte aufgestockt. Wiederholt war es dort zu handgreiflichen Auseinandersetzungen unter Bewohnern gekommen.

Land: „Wir sind in einem regelmäßigen Austausch“

Vom Land fühle er sich „alleingelassen“, klagt Bürgermeister König. „Ich erwarte, dass man unsere Belange wahrnimmt, ernstnimmt und uns unterstützt.“ Das Innenministerium verwies auf Anfrage darauf, dass man sich „im regelmäßigen Austausch“ mit König befinde, um die Situation zu entspannen. Vereinbart habe man, den Standort Boostedt bis November 2024 zu erhalten, die Kapazität aber ab Dezember 2019 auf 500 Personen (in Ausnahmefällen 700) zu reduzieren. König drängt jedoch darauf, neben Boostedt und Neumünster eine dritte Landesunterkunft zu errichten.

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