Polizeipräsenz in Boostedt wird weiter erhöht

Polizeipräsenz in Boostedt wird weiter erhöht – Landespolizei richtet 24-Stunden-Dienst ein

Innenminister Hans-Joachim Grote

KIEL. Die Polizei wird in Boostedt im Kreis Segeberg ab sofort rund um die Uhr vor Ort sein. Innenminister Hans-Joachim Grote hat in Abstimmung mit Landespolizeidirektor Michael Wilksen ab sofort (9. August 2018) einen 24-Stunden-Dienst  einrichten lassen. Bis  Montag kommender Woche werden zunächst zwei Streifenwagen zusätzlich in der Gemeinde Präsenz zeigen. Ab Montag, 13. August 2018, werden dann zehn zusätzliche Polizeikräfte in der Unterkunft Dienst tun und so die 24-Stunden-Besetzung sicherstellen.

„Bereits in den vergangenen Wochen hatten wir den im Zusammenhang mit der Flüchtlingsunterkunft geäußerten Sorgen der Anwohner Rechnung getragen und unter anderem die Polizeipräsenz in Boostedt mehr als verdoppelt. Mit diesem 24-Stunden-Dienst leisten wir nun einen weiteren Beitrag dazu, dass sich die Menschen in Boostedt sicher fühlen können“, erklärte der Innenminister.

Das Innenministerium verfolge die Entwicklung vor Ort sehr genau. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Staatssekretär Torsten Geerdts seien regelmäßig vor Ort und in engem Austausch mit dem Bürgermeister und Gemeindevertretern. Nach Vorfällen zwischen Gruppierungen innerhalb der Flüchtlingsunterkunft sei bereits zum 01. August  eine Verdoppelung der Polizeikräfte beschlossen worden. Wann immer das Landesamt für  Ausländerangelegenheiten Kenntnis von unangemessenem Verhalten erhalte, werde entsprechend  reagiert. Dies gelte sowohl hinsichtlich der Verstärkung der Polizeipräsenz, als auch mit Blick auf die  Verbesserung der Situation in der Unterkunft.

Es  sei bedauerlich, dass diese  weitere Verstärkung der Polizeipräsenz aufgrund des Verhaltens  einiger Ausreisepflichtiger  ohne Bleibeperspektive notwendig sei.

„Wir wissen, dass viele Boostedter bei der Aufnahme und Integration der Asylbewerber Großes geleistet haben und bis  heute leisten. Sie haben – wie in allen anderen Orten Schleswig-Holsteins – eine beispielhafte Willkommenskultur gezeigt und mit Leben gefüllt.

Deshalb nehmen wir  Sorgen und Bedenken von Anwohnerinnen und Anwohnern sehr ernst und reagieren darauf“, so Grote.

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